Gregor Sattler mochte Pastinaken nicht. Er hatte sie einmal als Kind gegessen, gekocht und weich, und seitdem gemieden. Im Dezember kaufte er sie trotzdem, weil der Marktstand sonst kaum etwas Interessantes hatte. Was er daraus kochte, ueberraschte ihn.
Der erste Versuch und was er zeigte
Gregor roestete die Pastinaken in Scheiben mit etwas Olivenoel und Thymian bei 190 Grad fuer 25 Minuten. Sie karamelisierten leicht an den Raendern. Der Geschmack war suesser und nuessiger als erwartet. Er hatte sie bis dahin immer als schlechten Karotten-Ersatz betrachtet. Das war falsch.
Dieses Erlebnis machte ihm klar, dass er viele Wintergemuese nie in ihrer besten Zubereitungsform gegessen hatte. Kochen und Roesten sind bei Wurzelgemuese keine gleichwertigen Optionen, sie erzeugen grundlegend unterschiedliche Ergebnisse.
Was das fuer den Einstieg bedeutet
Wer im Winter saisonal kochen lernen will, tut gut daran, unbekanntes Gemuese in zwei verschiedenen Methoden zuzubereiten, bevor er es beurteilt. Gregor arbeitete sich so durch Schwarzwurzeln, Topinambur und Steckrueben. Nicht jedes Ergebnis war ein Erfolg, aber jedes lehrte ihn etwas ueber das Produkt. Saisonales Kochen im Winter bedeutet vor allem, Gemuese zu begegnen, das man sonst ignoriert.
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